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Erlebnisbericht Gletscherrun von Running Zuschi: Seit einigen Tagen lacht er uns vom südlichen Talschluss des Pitztals entgegen: der Pitztaler Gletscher. Wobei: korrekterweise heißt er Mittelbergferner. Er ist Tirols höchster Gletscher und gehört zu den Ötztaler Alpen. Der etwa knapp 10 Quadratkilometer große Gletscher erstreckt sich auf einer Höhe zwischen 1.640 und 3.440 Metern Seehöhe. Dahinter, in Richtung Süden, erhebt sich die Wildspitze – mit 3.768m der zweithöchste Gipfel Österreichs. 

Und wenn wir schon ums Eck sind, wollten wir natürlich die Möglichkeit nicht auslassen auf ewigem Eis eine kleine Trailrunning Runde zu drehen. Zudem: mit unserem Trailrunning-“Fuchs” Thomas Bosnjak stand uns ein erfahrener Guide zur Seite, der sich auf diesem Terrain als auch in diesem Gebiet gut auskennt. 

Kurz nach 10 Uhr ging es mit dem Gletscherexpress, einer unterirdischen Standseilbahn, binnen 10 Minuten hinauf auf 2.840 Meter. Dort erwartete uns noch eine dicke fette Nebelwolke und etwas ungemütliche fünf Grad. Aber: echten Trailläufern macht das nix …

Abenteuer Gletscherrun 

Von der Bergstation ließen wir uns gut eineinhalb Kilometer bis zum Gletscher bergab treiben. Noch versteckte sich der Mittelbergferner hartnäckig in den Wolken. Doch das störte nicht. So blieb mehr Aufmerksamkeit fürs Details: die faszinierende Eisfläche. Durch die milden Temperaturen war die Oberfläche bereits aufgeraut. Wir konnten uns über guten Grip freuen – einem Lauf übers Eis stand nichts mehr im Wege. 

Doch ehe es los ging, gab es mahnende Worte von Thomas:

  • Wenn du im Sommer am Gletscher laufen möchtest, immer erst gegen Mittag, besser noch am Nachmittag, losstarten. Du hast einen besseren Halt, da die Wärme die oberste Schicht aufraut.   
  • Immer auf dem Eis bleiben, Schnee meiden. Darunter können sich Gletscherspalten verbergen. Und diese können verdammt tief sein.    
  • Halte dich an Orientierungshilfen. Im Pitztal steckte der Betreiber der Braunschweiger Hütte gut sichtbare Dreiecke aus. Dort führt ein sicherer Weg.    
  • Einfach anschnallbare Spikes bzw. Krallen bieten dir auf dem Eis besseren Halt und somit auch mehr Sicherheit.

Es waren sehr sehr vorsichtige erste Laufschritte, die ich auf das Gletschereis setzte. Die kleinen Eisspitzen bohrten sich in meine Schuhsohlen. Immer wieder querten wir kleine Spalten. Der Gedanke, dass es einige hundert Meter hinunter geht, sorgte für ein klein wenig Kribbeln im Bauch … gleichzeitig faszinierte mich dieses matte blau unter meinen Füßen. Langsam lichtete sich auch der Nebel und plötzlich präsentierte sich diese gewaltige Naturgewalt.

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